DIAGNOSTIK & THERAPIE

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und den optimalen Heilungsprozess für Sie finden

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WIR KENNEN UNS AUS

Diagnostik

In der Inneren Medizin, speziell in den Bereichen Immunologie und Rheumatologie, muss vor der Behandlung eine möglichst klare Diagnose gestellt werden.

Dies ist nicht selten ein umfangreiches Puzzle, in dem häufig erst die Zusammenschau vieler Hinweise aus der Vorgeschichte, aus dem aktuellen Beschwerdebild sowie aus verschiedenen Laborergebnissen und technischen Verfahren schließlich zum Ergebnis führt.

Anamnese

In der Aufzählung der verschiedenen diagnostischen Techniken kommt der Anamnese – dem Erfassen der kompletten und oft komplexen Vorgeschichte – eine ganz besondere Bedeutung zu, daher steht sie hier am Anfang.

Grundsätzlich erhält ein neuer Patient einen ausführlichen Fragebogen.

Wir nehmen uns viel Zeit, um die Vorgeschichte der Beschwerden genau zu erfassen.

Denn hier gilt trotz aller moderner Technik der altmodisch erscheinende Grundsatz weiter: eine geduldige Anamnese ist oft mehr als der halbe Weg zur Diagnose.

Untersuchung

Der zweite wichtige Schritt – auch noch ganz ohne „high tech“ – ist die körperliche Untersuchung.
Vieles kann ohne Hilfsmittel gesehen werden.
Vieles kann ertastet werden.
Wichtig ist genügend Zeit.

Internistische Technik

Im allgemein-internistischen Bereich stehen zusätzlich zur wichtigen Anamneseerhebung und zur körperlichen Untersuchung folgende technische Standard-Verfahren zur Verfügung:

  • das vollständige internistische Labor
  • EKG
  • Vektorkardiographie
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Lungenfunktionsprüfung

Ultraschall

Im Bereich der allgemeinen Inneren Medizin ist die Ultraschalldiagnostik unverzichtbar zur exakten und jederzeit wiederholbaren Untersuchung innerer Organe und von Gelenken.

Mit unseren Geräten „Logiq P9“ der Firma GE Healthcare liegt eine sehr aktuelle und empfindliche Technik vor für Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, des Herzens und der Schilddrüse, zusätzlich mit spezieller farbkodierter Duplex-Sonographie eine gute Untersuchungstechnik für Blutgefäße, speziell entzündliche Veränderungen der Arterien.

Für die Untersuchung von Gelenken sind wir mit speziellen Sonden für Gelenke ausgerüstet.

Dies ermöglicht eine hochempfindliche Feststellung von frühen Gelenkveränderungen.

Eine zusätzliche Farbcodierung zeigt dabei sehr früh die erhöhte Durchblutung entzündeter Gewebe.

Röntgen

Die konventionelle Röntgendiagnostik ist nach wie vor ein wichtiger Baustein sowohl bei der Erstdiagnostik als auch in der Verlaufskontrolle entzündlich-rheumatischer Erkrankungen.

Häufig erfolgt – vor allem in der Erstdiagnostik – statt des Röntgens oder zusätzlich eine Ultraschall– oder eine kernspintomographische (MRT) Untersuchung.

Knochendichte

Jeder Mensch, der älter als 50 Jahre ist, sollte sein Osteoporose-Risiko kennen. Denn bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung kann das Risiko für Wirbelkörperbrüche und andere Knochenbrüche deutlich reduziert werden. Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sind ganz besonders Osteoporose gefährdet, durch die Erkrankung selbst, aber auch durch manche Medikamente.

Für die exakte Messung der Knochendichte wird in unserer Praxis Osteoporosediagnostik und Knochendichte-Messung mit dem modernsten DEXA-Meßplatz gemäß den Leitlinien des Dachverbandes für Osteologie eingesetzt.

Zum Einsatz kommt das neuste Gerät der Firma GE Healthcare: Prodigy-Full Size.

Dabei wird in einem extrem schwachen Röntgenfeld primär die Knochendichte der Lendenwirbelsäule und der Hüfte gemessen.

Kapillarmikroskopie

Die Kapillarmikroskopie ist eine spezielle mikroskopische Technik, die es erlaubt, unter dem Nagelfalz der Fingernägel direkt die kleinsten Blutgefäße – die Kapillaren – zu betrachten. Da sich manche Autoimmun-Erkrankungen bzw. manche rheumatologischen Erkrankungen an genau diesen Kapillaren abspielen, kann die Betrachtung und Vermessung dieser Kapillaren manchmal entscheidende diagnostische Hinweise geben.

Krankheiten, für die dies in besonderem Maße gilt, sind Kollagenosen (speziell Sklerodermie und Mischkollagenosen) und Vaskulitiden. Auch in der Differentialdiagnostik von Kälte-Problemen (Verfärbungen, Schmerzen) der Finger und Zehen kann diese Technik wichtig sein.

Die Methode ist komplikationslos und daher jederzeit wiederholbar.

Auch die Kapillarmikroskopie wird in unserer Praxis durchgeführt.

Labor

Im Bereich der Rheumatologie ist ein wichtiger Schwerpunkt das rheumatologische-immunologische Labor, in dem viele Fragestellungen des eigenen Fachbereiches einschließlich immunologischer und infektserologischer Spezialfragen direkt und schnell in den eigenen Räumen bearbeitet werden.

Therapie

In der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen haben sich in den letzten 15 Jahren ganz erhebliche Veränderungen und Fortschritte ergeben.

Dies verdanken wir zum einen den neu entwickelten Biologika, zum anderen dem deutlich intensiveren und konsequenteren Einsatz bisher schon üblicher Basistherapeutika.

Das heutige Behandlungsziel bei neu diagnostizierten entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen ist,  das sehr weitgehende oder vollständige Aufhalten von Gelenkzerstörungen und die Chance, ein weitgehend oder vollständig unbeeinträchtigtes Leben weiterführen zu können.

Diese Ziele werden erreicht durch ein möglichst frühzeitiges und konsequentes Einsetzen der heute vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten.

In unserer Praxis kommt das gesamte Spektrum moderner rheumatologischer Behandlungsverfahren zum Einsatz.

Basistherapie

Basistherapien bilden seit nunmehr mehr als 50 Jahren das Rückgrat der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Basistherapien bremsen die Aktivität des Immunsystems, das im Falle entzündlich-rheumatischer Erkrankungen dahingehend fehlgesteuert ist, dass es die Gelenke, Muskeln und Innere Organe des eigenen Körpers als Feinde ansieht, die es zu zerstören gilt.

Die historisch erste, wirksame Basistherapie war das Kortison, dessen Wirkung segensreich war, dessen Nebenerscheinungen aber den langfristigen Einsatz hoher Dosierungen unmöglich machte (sehr niedrige Kortison-Dosierungen sind bis heute häufig sehr sinnvoll und wirksam – neben den aktuellen Basistherapien). Die Basis-Medikamente wirken in die gleiche Richtung wie Kortison, ohne dessen Langzeit-Spätfolgen zu besitzen.

Heute übliche Basistherapien sind:

  • Methotrexat (Metex® , MTX, Lantarel®)
  • Leflunomid
  • Sulfasalazin
  • Hydroxychloroquin (Quensyl®)
  • Ciclosporin A (Immunosporin®)
  • Azathioprin
  • Cyclophosphamid (Endoxan®)

Die optimale Auswahl und Dosierung dieser Basistherapien (nicht selten kombiniert) und die regelmäßige Nebenwirkungsüberwachung (bevor Nebenwirkungen auftreten) ist eine Hauptaufgabe internistischer Rheumatologen mit dem genannten Ziel.

Biologika

Seit ca. 1998 sind neue Medikamente in die Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingeführt worden – die „Biologika“. Sie greifen sehr gezielt in den Informations-Austausch zwischen Entzündungszellen ein, und wirken so bremsend auf die rheumatische Aktivität.

Sie haben zwei Hauptvorteile:

  • sie sind sehr wirkungsvoll
  • sie wirken in der Regel sehr schnell
  • sie sind nebenwirkungsarm

Sie haben drei Hauptnachteile:

  • durch eine weitreichende Bremsung der Entzündungs- und der Abwehraktivität können (selten) Infektionen (z. B. Lungen-Entzündungen) auftreten; diese können bedrohlich sein und bedürfen der schnellen, intensiven Behandlung,
  • möglicherweise kennen wir noch nicht alle Langzeitnebenwirkungen,
  • sie sind sehr teuer, weswegen ein striktes Regelwerk erstellt wurde, wann die Medikamente eingesetzt werden dürfen

Beispiele sind:

  • Infliximab (Remicade®)
  • Etanercept (Enbrel®)
  • Adalimumab (Humira®)
  • Golimumab (Simponi®)
  • Certolizumab (Cimzia®)
  • Abatacept (Orencia®)
  • Tocilizumab (RoActemra®)
  • Saralimumab (Kevzara®)
  • Rituximab (Mabthera®)
  • Apremilast (Otezla®)
  • Ustekinumab (Stelara®)
  • Secukinumab (Cosentyx®)
  • Ixekizumab (Talz®)
  • Tofacitinib (Xeljanz®)
  • Baricitinib (Olumiant®)
  • Upadacitinib (Rinvoq®)
  • Filgotinib (Jyseleca®)
    »(Stand: 21.12.2021)

In unserer Praxis verfügen wir über erhebliche Erfahrungen im Umgang mit diesen neuen Substanzen, da sie bei vielen Patienten unserer Praxis eingesetzt werden.

Injektionen & Infusionen

Injektionen

Injektionen in die Venen kommen kaum noch vor, selten einmal bei

  • Ibandronat, Eisenpräparaten

Injekionen unter die Haut („subkutan“) sind häufiger, Beispiele sind

  • Methotrexat, Etanercept, Adalimumab, Tocilizumab, Abatacept und andere
  • die subkutanen Injektionen können selbstverständlich in der Praxis vorgenommen werden, hierzu gibt es neben den Fertigspritzen auch Selbstinjektoren (PEN)
  • die Patienten werden für die Injektionen geschult und führen diese in aller Regel selbst zu Hause durch.

 

Infusionen

Einzelne Medikamente müssen oder können über Infusionen verabreicht werden.

Dazu gehören unter anderem

  • Rituximab, Infliximab, Abatacept, Tocilizumab und andere

Selbstverständlich sind wir darauf eingerichtet, diese Infusionsbehandlungen in unserer Praxis durchzuführen.

Schmerztherapie

Es gibt heute sehr potente und sehr differenzierte Schmerzmedikamente.

  • Zu diesen hat der internistische Rheumatologe ein zwiespältiges Verhältnis: Einerseits ist er froh, dass es diese Medikamente gibt, und dass diese Medikamente bei bestimmten, häufig aus der Vergangenheit herrührenden und nicht mehr verbesserbaren rheumatologischen Problemkonstellationen zum Einsatz kommen können.
  • Andererseits ist sein primäres Streben immer darauf ausgerichtet, die Basistherapie so einzustellen, dass daraus ein Stopp der Krankheitsaktivität resultiert, und dass so auf den Einsatz von reinen Schmerzmedikamenten ganz oder sehr weitgehend verzichtet werden kann.

Physikalische Therapie / Ergotherapie

Eine konsequente physikalische Therapie bleibt eine wichtige Säule der Behandlung rheumatischer Erkrankungen.

Sie kann bei Verschleiß- und Wirbelsäulenproblemen häufig die wichtigste Maßnahme sein um Entzündungsaktivitäten im Körper zu reduzieren, Beweglichkeit und Funktionalität zu verbessern oder zumindest zu erhalten. Und nicht selten reicht eine gute physikalische Therapie aus zur langfristigen Beschwerdelinderung.

Die Therapien umfassen unter anderem

  • gezielte Krankengymnastik
  • Muskelaufbautraining
  • Kältetherapie (bei hochgradig entzündeten Gelenken)
  • Wärmetherapie (z.B. Fango)
  • Elektrotherapie
  • Balneotherapie (im, mit Wasser)
  • Drainagebehandlungen (z. B. Lymphdrainage)
  • manuelle Therapie
  • klassische Massagetherapie
  • in speziellen Fällen auch osteopathische Behandlungen
  • spezielle Handergotherapie mit Fertigung von Schienen (z.B. Quengelschiene)

Für viele dieser Behandlungsverfahren hat sich zwischenzeitlich eine enge Zusammenarbeit mit besonders spezialisierten Praxen herauskristallisiert.

Gelenkpunktion

Obwohl entzündlich-rheumatische Erkrankungen im Regelfall durch eine medikamentöse Behandlung, die an der Wurzel der Krankheit angreift (am Immunsystem), so eingestellt werden sollte, dass es nicht mehr zu ausgeprägten Schwellungen einzelner Gelenke kommt, treten ausgeprägte Schwellungen einzelner Gelenke in seltenen Fällen (oder noch vor Beginn einer wirksamen Therapie) auf.

In diesen Fällen kann eine entlastende Gelenkpunktion rasche Linderung bringen und so die Zeit bis zum Greifen einer effektiven Basistherapie überbrücken.

In Einzelfällen wird die entlastende Gelenkpunktion auch dazu verwendet, um entzündungshemmende Substanzen in das Gelenk einzubringen.

Alternativen Therapien

Wir sind klassische Schulmediziner – und wir stehen gerne dazu.

Das heißt:

Wir behandeln nach Prinzipien, deren Wirksamkeit nach wissenschaftlichen Standards als erwiesen angesehen werden kann.

Die Liste der alternativen Angebote ist unendlich lang. Hier muss im Einzelfall diskutiert werden inwieweit alternative Therapiemaßnahmen unterstützend helfen können.

Wenn Sie alternative medizinische Maßnahmen zusätzlich zur Schulmedizin einsetzen – bitte informieren Sie uns. Im Regelfall werden wir dies akzeptieren, aber es ist in jedem Fall gut, wenn wir darüber Bescheid wissen.

Osteoporose-Behandlung

Wenn die Knochenstabilität vermindert ist, heißt dies „Osteopenie“. Wenn die Knochenstabilität stark krankhaft vermindert ist, heißt dies „Osteoporose“.

Eine verminderte Knochenstabilität kann dazu führen, dass der Knochen leichter bricht.

Rheumatische Erkrankungen haben mehrere Beziehungen zur verminderten Knochendichte:

Die Krankheit führt vor Behandlungsbeginn und bei nicht ausreichend intensiver Behandlung zur reduzierten körperlichen Aktivität: dies fördert Knochenabbau.

Die Krankheit selbst kann den Knochenabbau fördern.

Manche Rheumamedikamente – vor allem Kortison in deutlich langem Zeitintervall verabreichter Dosis – fördert den Knochenabbau.

Die Knochenstabilität muss am Beginn einer rheumatischen Erkrankung gemessen werden. Die genaueste und anerkannteste Messmethode ist die sogenannte „DEXAMessung„, wie sie auch in unserer Praxis durchgeführt wird.

Unabhängig vom Osteoporose Risiko durch rheumatische Erkrankungen betrifft die Osteoporose etwa 30% aller Frauen über dem 50. Lebensjahr und 10% der Männer. Das Risiko einer Osteoporose steigt in beiden Geschlechtern mit zunehmendem Alter an. Eine Knochendichtemessung ist daher bei Frauen nach der Menopause und bei allen Patienten mit Risikofaktoren für eine Osteoporose empfohlen.“

Wir führen die Messung daher auch in Form eines osteologischen Konsils durch.

Falls bereits eine Osteopenie oder eine Osteoporose eingetreten ist, gibt es eine breite Palette sinnvoller Maßnahmen. Diese reichen von körperlicher Aktivität (sehr wichtig) über Ernährung (calciumreiche Lebensmittel, Vermeidung von „Knochenräubern“), über die regelmäßige Einnahme von Calcium und Vitamin D (in ausreichender Dosierung!), über Medikamente u.a. wie Bisphosphonate, Denosumab, Parathormon-Analoga und Romosozumab – wiederum ein weites Feld, auf dem wir Sie gerne beraten. Eine solches Therapieregime reduziert im Verlauf das Knochenbruch Risiko deutlich, mit den aktuell üblichen Maßnahmen z. B. um ca. 50 % bereits nach 2 Jahren.

Rehabilitation

Bei einer neu diagnostizierten rheumatologischen Erkrankung sollte zunächst die „Einstellung“ auf die jeweilige Basistherapie ambulant in unserer Praxis oder – bei sehr schweren Verläufen – stationär in einer Rheumaklinik erfolgen. Nachdem dies erfolgt ist, kann zur Wiederherstellung bereits gestörter Gelenkfunktionen eine stationäre oder ambulante Rehabilitationsbehandlung sehr sinnvoll sein, auch zur Erlernung gelenkstabilisierender Maßnahmen und Aktivitäten.

Je nach Krankheitsbild kann eine Rehabilitationsbehandlung in mehrjährigen Abständen wiederholt werden.

Wir unterstützen solche Aktivitäten und arbeiten mit verschiedenen rheumatologischen Rehabilitationseinrichtungen seit langem gut zusammen.

Die Auswahl des Rehabilitationsortes erfolgt in der Regel durch den Träger der Maßnahme. Häufig folgt er unseren Empfehlungen.

Im Regelfall eines im Arbeitsleben stehenden Erkrankten ist eine Rehabilitationsbehandlung durch den Patienten beim Rentenversicherungsträger zu beantragen; bei Rentnern ist der Antrag vom Patienten bei der jeweiligen Krankenkasse zu stellen.